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DRK-Pflegeheim Mihla

DRK Pflegeheim Mihla
Im Schlosspark 3
99826 Mihla

Tel.: 036924/ 477-100
Fax: 036924/ 477-199

VW.PH.Mihla@
KV-Eisenach.DRK.de

DRK vor Ort

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DRK Pflegeheim Mihla

Foto: Matthias Ecke / DRK

Pflegeheim für Menschen mit seelischer und geistiger Behinderung

In der Gemeinde Mihla - 14 km von Eisenach entfernt - haben wir zwei Häuser gebaut. Haus Wiesengrund für psychisch Kranke und Haus Harsberg für Menschen mit einer geistigen Behinderung.

Aufgenommen werden psychisch kranke Menschen und geistig Behinderte ab dem 18. Lebensjahr, bei denen Pflegebedarf nach den Pflegestufen 1 bis 3 des SGB XI besteht.

Die Einrichtungen befinden sich zentrumsnah im Schlosspark der Gemeinde Mihla, im nördlichen Wartburgkreis.
In unmittelbarer Nähe befinden sich Geschäfte, Gaststätten, Arztpraxen und die Apotheke der Gemeinde.
Das Grundstück für beide Häuser ist ca. 10.000 m² groß. Die Pflegeheime haben räumlich und optisch voneinander getrennte Eingangssituationen, die dazu beitragen, der erforderlichen Trennung der verschiedenen Heimbewohnerklientele Rechnung zu tragen.
Im Grundstück befinden sich für die jeweiligen Häuser geschützte Innenhöfe sowie Freiflächen mit einladenden Sitzecken, ein durch die Bewohner angelegter Kräutergarten und Parkplätze für Besucher und Mitarbeiter. Anziehungspunkt ist ein Feuchtbiotop.
In unmittelbarer Nähe gibt es entlang der Werra sehr schöne Spazierwege und das Freibad Mihla. Gaststätten und Cafes bieten eine solide Gastronomie.

Haus Wiesengrund

Haus Wiesengrund

Im Haus Wiesengrund haben 24 psychisch Kranke/seelisch Behinderte in 20 Einzelzimmern und 2 Doppelzimmern ein neues Zuhause gefunden.

Die Heimbewohnerzimmer, Aufenthaltsräume, Therapieräume sowie Arbeitsräume sind in einem zweigliedrigen, sich öffnenden Gebäude mit lichtdurchfluteten Innenhöfen angeordnet

Im Zentrum des Gebäudes sind Sitzmöglichkeiten als Begegnungsstätte geschaffen, die von unseren Bewohnern gern und viel genutzt werden.

Das gesamte Farbkonzept ist in sonnigem Lichtgelb gehalten und schafft eine warme Atmosphäre.

Alle Zimmer sind komfortabel eingerichtet und verfügen über ein Bad mit moderner Dusch- und Waschanlage.

Ein vielbesuchter Raum ist unser Snoezelraum. Beruhigende Musik, Lichteffekte und Aromen laden zur Entspannung und zum Verwöhnen ein.

Haus Harsberg

Haus Wiesengrund

Im Haus Harsberg leben 36 überwiegend geistig behinderte Menschen in 30 Einzelzimmern und 3 Doppelzimmern.

Die Bewohner leben in drei getrennten Wohnbereichen, die sich zur besseren Orientierung farblich klar unterscheiden.

Alle Zimmer sind komfortabel eingerichtet. Jeweils zwei Einzelzimmer verfügen über ein gemeinsames Bad mit doppelter Waschtischanlage, Dusche und Toilette.

Zahlreiche Therapie- und Hauswirtschaftsräume erleichtern das Erlernen sowie den Erhalt von tagesstrukturierenden Maßnahmen und schaffen Möglichkeiten der aktiven Teilnahme am gesellschaftlichen Leben.

Die gesamte Gestaltung des Hauses bietet viel Wohnlichkeit, Anregung und Gemütlichkeit.

Im Eingangsbereich Haus Harsberg befindet sich ein Bistro als Begegnungsstätte zur Pflege der Kommunikation. Über dieses Bistro wird auch der tägliche Bedarf an Zeitschriften, Getränken, Süßigkeiten und vielen Kleinigkeiten des täglichen Lebens abgedeckt.

Unsere Zimmer

Und so wohnen Sie bei uns

Sie wohnen in einem unserer schönen Einzelzimmer oder in einem der sechs Zweibettzimmer.

Die Einbettzimmer sind durchschnittlich 16² groß und komplett eingerichtet. Sie verfügen zusammen mit dem Nachbarzimmer über ein Bad (ca. 4,7 m²) mit Dusche, WC und großem Doppelwaschtisch, ein elektrisch zu bedienendes Pflegebett, ein Nachtschränkchen, eine Kommode, einen Kleiderschrank mit Safe, Tisch und Stühle, Telefonanschluss, Anschluss für Fernseher und Leuchten.

Unsere Zweibettzimmer sind durchschnittlich 21 m² groß und ebenfalls komplett eingerichtet. Sie verfügen über die gleiche Ausstattung wie die Einbettzimmer mit dem Unterschied, dass natürlich neben dem Bett und dem Nachtschränkchen jeder Bewohner einen eigenen Schrank hat.

Im eigenen Zimmer wird die Einrichtung weitestgehend nach den Wünschen des Bewohners vorgenommen. Vertraute Kleinmöbel, Bilder, Blumen aus dem häuslichen Milieu schaffen dem Bewohner eine vertrautere Atmosphäre.

In der Einrichtung ist nach Absprache mit der Heimleitung die Haltung von Kleintieren gestattet, wenn der Bewohner einen Großteil der Versorgungsaufgaben selber realisieren kann und
andere Mitbewohnern sich nicht gestört fühlen.

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 Mahlzeiten

  • Frühstück ab 08.15 Uhr
  • Zwischenmahlzeit ab 10.00 Uhr
  • Mittagessen ab 12.00 Uhr
  • Nachmittagskaffee ab 14.30 Uhr
  • Abendbrot ab 18.00 Uhr
  • Spätmahlzeit ab 21.00 Uhr

Sollte ein Heimbewohner aus persönlichen Gründen die angebotenen Essenszeiten nicht wahrnehmen wollen oder können, wird ihm die Mahlzeit zum gewünschten Zeitraum angeboten.

Kleidung/Wäsche

Die Reinigung und Kleinreparaturen der persönlichen Kleidung der Heimbewohner/innen bieten wir als Regelleistung in unserer hauseigenen Wäscherei an. Die Hauswäsche wird extern in einer Wäscherei gewaschen.

Unsere Häuser bieten folgende Dienstleistungen an:

  • 60 Dauerpflegeplätze
  • soziale Betreuung
  • Beschäftigungstherapien
  • Ausflüge/Veranstaltungen
  • Snoezelen-Raum
  • Bewohnertreffs
  • ärztliche Betreuung
  • Behinderten- und Seniorengymnastik
  • Krankengymnastik
  • Gottesdienst
  • Einkaufsdienste
  • Frisör
  • Pediküre

Durch diesen Service schaffen wir unter anderem die Voraussetzungen für die Aufrechterhaltung des Kontaktes mit Menschen außerhalb des Heimes. Integration und Teilhaben am Gemeindeleben ist ein nicht zu unterschätzender Faktor einer am Interesse behinderter und alter Menschen orientierten Fürsorge.

Pflegeleitbild

Pflege im Deutschen Roten Kreuz heißt:
Unbürokratisch, flexibel zu helfen und offen für alle hilfsbedürftigen alten, kranken und behinderten Menschen zu sein. Über unsere Vertragspartnerschaft hinaus ein individuelles Leistungsangebot zu schaffen, freiwilliges und ehrenamtliches Engagement der Bürgerinnen und Bürger ist Qualitätsbestandteil der bewohnerorientierten Pflege und Betreuung, alle Leistungen, die Ganzheitlichkeit des alten, kranken und behinderten Menschen betreffen, im Rahmen einer angemessenen fachlichen Qualifizierung und der finanziellen Möglichkeiten anzubieten, auf der Grundlage der gegenwärtigen Qualitätsnormen, die wir ständig verbessern wollen, nach einem einheitlichen Pflegekonzept zu pflegen und zu betreuen, alle Dienstleistungen schnell, undogmatisch, vielfältig und koordiniert an zu bieten, wir kooperieren mit allen Institutionen der Altenhilfe und Altenpflege, die vergleichbare Zielsetzungen haben, wir bewahren unsere Unabhängigkeit, indem wir Pflegekonzepte und Wirtschaftlichkeit ständig überprüfen und verbessern.

Grundlagen dafür sind:

  • die gemeinsame Idee,
  • die gesetzlichen Grundlagen,
  • die verbindlichen Rahmenkonzepte und
  • das einheitliche Erscheinungsbild.

Stationäre Pflege im Deutschen Roten Kreuz bietet unter Beachtung der Würde des alten, kranken und behinderten Menschen:

Schutz der Interessen und Bedürfnisse alter, kranker und behinderter Menschen vor Beeinträchtigungen. Professionelle Aktivierung, um das selbständige Leben soweit und so lange wie möglich zu fördern und zu erhalten, gezielte Hilfe, um menschliches Leiden zu verhüten und / oder zu lindern, individuelle Betreuung und Therapie, um die Persönlichkeit weiterzuentwickeln und die Lebensqualität zu verbessern.

Pflegephilosophie
Jeder Bewohnerin und jeder Bewohner einer stationären DRK- Pflegeeinrichtung hat entsprechend der individuellen Pflegebedürftigkeit das gleiche Recht auf qualifizierte und aktivierende Pflege und Betreuung, unabhängig

  • von Nationalität,
  • ethnischer Zugehörigkeit,
  • Geschlecht,
  • sozialer Stellung sowie
  • religiöser und politischer Überzeugung.

Pflegemodell der Liliane Juchlie
In unserem Haus wird die ganzheitliche Pflege und Betreuung realisiert. Das Pflegemodell nach Liliane Juchlie´s ATLs (Aktivitäten des täglichen Lebens) findet in unserer Einrichtung Anwendung. Aktivierende Pflege ist eine praktische Methode, welche die Eigenständigkeit der Bewohner sichert und fördert. Der Bewohner bleibt für sein Leben und seine Lebensgestaltung bis zum Tode hin selber verantwortlich. Die Aufgabe aller unserer Mitarbeiter ist es, ihn hierbei zu unterstützen. Aktivierende Pflege ohne Information und Mitsprache des Bewohners ist nicht möglich. Durch ihre ATLs hat sie die Krankenpflege im deutschsprachigen Raum maßgeblich beeinflusst. Juchlie betrachtet den Menschen als untrennbare Einheit von Leib und Seele, eingebettet in den Lebenslauf und eine ganz persönliche innere und äußere Lebenswelt.

Zielvorstellungen
In unseren Einrichtungen wird die ganzheitliche Pflege und Betreuung realisiert. Mit Beginn des Aufnahmegesprächs wird versucht eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen, um bei dem Bewohner und seinen Angehörigen das Gefühl zu vermitteln, durch alle Mitarbeiter der Einrichtung rundum eine optimale Versorgung zu erhalten und gleichzeitig hilfreichen Beistand bei anfallenden Problemen gewährt zu bekommen. Wir verstehen unsere Arbeit als Dienst am Menschen, deren Wünsche und individuelle Bedürfnisse bei der Strukturierung der Tagesgestaltung Berücksichtigung finden. Beim Einzug sowie der Ausgestaltung des Wohnumfeldes wird der Bewohner und die engsten Angehörigen mit einbezogen. Unser Fachpersonal wird gemeinsam mit den zuständigen Fachärzten, Physiotherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten zur Erhaltung bzw. Wiederherstellung der Gesundheit des einzelnen Bewohners die Planung und Realisierung der Maßnahmen vornehmen. Unseren Bewohnern sollen durch eine individuelle Pflege, Versorgung und Betreuung die Voraussetzungen geschaffen werden, ihre Persönlichkeit weiterzuentwickeln, ihre Lebensqualität zu verbessern und sich als Teil der Gesellschaft zu fühlen.

Wohnbereichspflege
In unserem Haus stellt sich in der Pflegeorganisation die Aufgabe als Pflegesystem die Wohnbereichspflege anzunehmen und zu verwirklichen. Die Wohnbereichspflege bietet eine Reihe von Vorteilen: Die Heimbewohner werden kontinuierlich von einer überschaubaren Zahl vertrauter Mitarbeiter betreut, die die Pflegeangebote an die Anforderungen des jeweiligen zu betreuenden Heimbewohners gezielt anpassen. Die Beziehung zwischen Heimbewohner und Pflegepersonal erleichtert das Erkennen von Pflegebedürfnissen und die Evaluation der Pflege. Die einzelnen pflegerischen, therapeutischen und sozialen Angebote der Einrichtung werden zusammenhängend und aufeinander abgestimmt verrichtet. Um den Pflegeprozess flexibel planen zu können, obliegt der Dienstplangestaltung eine wichtige Aufgabe. Dies gelingt nur, wenn der individuelle Bedarf der Bewohner richtig ermittelt wird und der Umgang mit den Ressourcen Arbeitszeit und Mitarbeiter optimal gestaltet werden kann. Die Verantwortung in der Dienstplangestaltung und die Dienstabsicherung obliegt im Betreuungsprozess dem Pflegeteam und gehört zum Aufgabengebiet der Pflegedienstleitung.

Therapiebereiche/Förderbereiche - Betreuung

Betreuungsleistungen

  • Angebote und Anregungen zur Kommunikation und Freizeitgestaltung
  • keine Verpflichtung zur Teilnahme, Eigeninitiative hat Vorrang
  • Information der Bewohner durch Aushänge
  • gestaltetes Frühstück, Mittagessen und Abendbrot im Aufenthaltsraum
  • durch Mitarbeiterinnen im sozialen Dienst individuelle Betreuung und spontane Unternehmungen (z.B. Spaziergänge, Einkäufe) möglich
  • Unterstützung bei der Durchführung persönlicher Feiern (z.B. Geburtstag)
  • externe kulturelle Veranstaltungen ( Konzertbesuche, Theater etc. )
  • gemeinsames großes Sommerfest mit unserem Kindergarten und mit Gästen aus dem Wohngebiet gemeinsame Gestaltung von Festen und Feiertagen mit unserem Kindergarten
  • seelsorgerische Versorgung

Betreuungsschwerpunkt
In unserem Haus haben wir uns die Betreuung von behinderten und kranken Heimbewohnern als Betreuungs- und Pflegeschwerpunkt gesetzt. Unsere Vision ist es, ein Leben in Eigenständigkeit und Aktivität zu schaffen sowie die Gesundheit zu fördern und zu erhalten. Die Berücksichtigung der Individualität eines jeden Bewohners hat dabei höchste Priorität. Maximale Selbstbestimmung wird gewahrt. In Zusammenarbeit mit den Angehörigen und allen Berufsgruppen wird ein Biographiebogen erstellt, um ein möglichst ganzheitliches Bild der Vergangenheit und der Gegenwart des Heimbewohners zu erfassen, um auf individuelle Wünsche, Bedürfnisse und Gewohnheiten eingehen zu können. Die Gruppentherapien und Veranstaltungen können alle Heimbewohner wahrnehmen. Dazu stehen in unserem Haus Therapieräume zu Verfügung. Auf den Wohnbereichen befinden sich jeweils Aufenthaltsräume, die mit einer Küchenzeile ausgestattet sind. Diese Räume sind so eingerichtet, dass sie von jedem Heimbewohner nach seinen Fähig- und Fertigkeiten angenommen werden können. Vorwiegende Aufgabe der Mitarbeiter ist es, selbstständigkeitsfördernde, reaktivierende Tages- und Wochenangebote anzubieten, um Selbstisolation, Regression, Depression und Depersonalisierung entgegenzuwirken. Das Heben des Selbstwertgefühls im gemeinschaftlichen Tun und Erleben mit anderen, durch sportliche, spielerische und gestalterische Angebote stehen im Vordergrund. Kulturelle Veranstaltungen, Feste und Einkäufe gehören ebenfalls zum Angebot. Sich wohl zu fühlen, nicht bevormundet zu werden, aber Hilfe zu bekommen, sind die Normen unseres Handelns. Gezielte Einzel- und Gruppentherapien werden unter Berücksichtigung der Diagnosen und Pflegeplanung durchgeführt. Dabei wird eine enge Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen wie z. B. den Hausärzten, der Physiotherapie, Logopädie und dem Pflegepersonal angestrebt. Die Zusammensetzung der Gruppen, als auch die Durchführung von Einzeltherapie obliegen den Ergotherapeuten, um eine Überforderung zu vermeiden und einen Erfolg zu sichern. Hierzu werden verschiedene Medien und Techniken eingesetzt, damit dem weiteren Fortschreiten von Funktionseinbußen im motorischen und geistigen Bereich entgegengewirkt werden kann. Die Ergotherapie macht Angebote von außen, die dem Heimbewohner eine konstruktive und produktive Aggressionsableitung ermöglichen.

Hierbei sind drei Ebenen einzubeziehen.

  • die Ebene der Kreativität
  • die Ebene der Mobilisierung und Aktivierung
  • die Ebene der Gruppendynamik und des Gruppenprozesses

Ziele:

  • Förderung und Stabilisierung von vorhanden und verlorengegangenen geistigen, sozialen und körperlichen Fertig- und Fähigkeiten
  • Vermeidung und Verminderung von Abhängigkeit und Isolation
  • weitestgehende Selbständigkeit im Alltag
  • Förderung der Wahrnehmung aller Sinne
  • Steigerung der sozialen Kompetenz und Teilnahme am gesellschaftlichen Leben
  • Mobilisierung und Aktivierung

Angebot:

  • Training der Aktivitäten des täglichen Lebens
  • Gedächtnis- und Hirnleistungstraining
  • funktionelle Beschäftigungstherapie
  • Realitäts- und Orientierungstraining

Therapie/ Förderbereich – Freizeitgestaltung
Im Förderbereich liegen die Schwerpunkte in der lebenspraktischen Förderung der Bewohner, der Integration in die Gruppe und in die Heimgemeinschaft, der Integration in das soziale Umfeld, dem Auf- und Ausbau von Kontakten zu Institutionen und Vereinen sowie Beschäftigungsangebote (handwerklich, künstlerisch, gärtnerisch, hauswirtschaftlich) Allen Fördermaßnahmen voran gehen die täglichen individuellen Pflegemaßnahmen entsprechend des Pflegeaufwandes des jeweiligen Bewohners, die den Ablauf seiner Tagesstruktur bestimmen.

Sportlicher Bereich:
Tanzen, Schwimmen, Ballspiele, Spaziergänge

Kreativer Bereich:
Singen alter und neuer Lieder, Einsatz von Instrumenten, Entspannungsmöglichkeiten,

Hauswirtschaftler Bereich:

Kochen, Backen, Aufwaschen, Wäsche waschen, trocknen, bügeln, legen, Blumenpflege, Raumpflege

Spielerischer Bereich:
Gesellschaftsspiele, Sing- und Bewegungsspiele, Kimspiele, Gedächtnisspiele

Sensorischer Bereich:
Fein- und Grobmotorik, Wahrnehmungstraining in Bezug auf Geruch und Geschmack, Gedächtnistraining, Selbständigkeit , Koordinationsübungen zum Bereich der Sturzprophylaxe

Kulturtechnik:
Lesen, Schreiben, Rechnen, Umgang mit Geld, wöchentliche Zeitungsschau

Freizeitgestaltung:
Ausflüge, Kaffeefahrten, Theater-/Kinofahrten, Seniorentanz, Discobesuche, Öffentliche Veranstaltungen der Umgebung, Fasching, Kirmes, Zirkus usw., Cafe- und Kioskbesuche, eigene Geburtstagsfeiern nach den Wünschen der Bewohner. Besuch von Gottesdiensten, sowie kirchlichen Veranstaltungen.

Das Bistro als Treffpunkt
Als eine Therapiemaßnahme soll die Nutzung des Bistros mit Kioskcharakter ermöglicht werden. Einerseits kann diese Räumlichkeit für kleinere Festlichkeiten, Zusammenkünfte und Begegnungsnachmittage genutzt werden. Dabei liegen die therapeutischen Aspekte in den positiven Einflüssen familiärer Zusammenführungen, Eingliederung in die Gruppe beim gemütlichen Zusammensein und dem feierlichen Begehen von Ehrentagen. Andererseits enthalten die Räumlichkeiten des Bistros einen Kioskbereich, in dem alle Bewohner Waren des täglichen Bedarfes kaufen können. Somit haben sie die Möglichkeit, von ihrem Taschengeld selbstständig Handelsgeschäfte zu tätigen (Schulung Umgang mit Geld, Wertvorstellungen usw.) und gleichzeitig private Wünsche und Bedürfnisse (Eis, Kaffee und andere Genussmittel) erfüllen zu können. Somit kann ein zentraler Anlauf- und Begegnungspunkt geschaffen werden, der von den Bewohnern akzeptiert, als angenehm empfunden und gern aufgesucht wird. Auf diesem Wege werden Ängste abgebaut, monotone Verhaltensweisen (ständiger Aufenthalt im eigenen Zimmer) unterbrochen, körperliche Bewegung erreicht und nicht zuletzt die Knüpfung zwischenmenschlicher Kontakte gefördert.

Dokumentationssystem
In unserm Haus findet das Pflegedokumentationssystem DAN seine Anwendung. Pflegedokumentation ist alltägliche Arbeit. Die einmal angelegten Daten müssen fortgeschrieben werden, damit sie aktuell bleiben. Gründe für eine Pflegedokumentation: Das Dokumentationssystem enthält alle bekannte Informationen über die Bewohner, bietet so für alle den gleichen Informationsstand und ist Handlungsgrundlage für alle an der Pflege oder Betreuung Beteiligten. Sie gewährleiste einen reibungslosen und lückenlosen Informationsfluss der wechselnden Mitarbeiter. Sie ermöglicht ein schlüssiges und aufeinander abgestimmtes Handeln. Sie erleichtert die Strukturierung und Übersicht über die anfallenden Arbeiten. Sie macht Situationen nachvollziehbar. Sie ist notwendig, damit der Pflegeprozess von allen Mitarbeitern nachvollzogen werden kann. Sie beschreibt den tatsächlichen Pflegeaufwand pro Bewohner/in, den Arbeitsaufwand bei allen Bewohnern und dient damit als Argumentationshilfe bei Pflegesatzverhandlungen und als Argumentationsgrundlage bei Stellenplanverhandlungen Sie dient dem Verfahren zur Feststellung der individuellen Pflegebedürftigkeit § 18 SGB XI. Sie dient dazu, Zuordnung zu einer Pflegestufe, z.B. bei einem Widerspruch, zu erleichtern (§15, §84 SGB XI. Sie ist Nachweisführung für die erbrachte Leistung zur differenzierten und konkreten Kostenbesprechung, d.h. die Pflege muss sich in der Pflegedokumentation mit dem Nachweis widerspiegeln, der innerhalb von 24 Stunden erbracht wird. Die Abrechnung von Leistung nach Art, Menge und Zeit ist dadurch gegeben (§105 SGB XI). Sie dient zur Sicherung der Finanzierung. Grundsatz der Kostenfrage "Alles, was nicht dokumentiert wurde, gilt als nicht durchgeführt und wird nicht finanziert!" Sie ist gerichtsverwertbarer Nachweis für erbrachte Leistungen bzw. Versäumnisse.

Pflegeplanung
Ein Schwerpunkt in unserer täglichen Arbeit ist die Erstellung einer bewohnerorientierten, ganzheitlichen und individuellen Pflegeplanung eines jeden Heimbewohners. Die Pflegeplanung dient dazu Ressourcen, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu ermitteln. Geeignete Ziele und Maßnahmen zu planen und umzusetzen.

Das Team stellt sich vor
Unser Mitarbeiterteam umfasst unterschiedlichste Berufsgruppen und stellt hiermit seine Aufgabenbereiche vor.

Alle Mitarbeiter der Wohnbereiche

  • bieten dem Einsamen Kontaktmöglichkeit
  • vermitteln dem Unsicherem Sicherheit
  • dem ängstlichen Ruhe und Zuversicht

Aufgabenbereich des Pflegefachpersonals
Pflegefachkräfte stehen in Pflegeeinrichtungen ständig im Blickfeld des Bewohners. Sie sind die „Gesunden“ und heben sich dadurch von der Sozialstruktur der „Kranken und Pflegebedürftigen“ ab. Behinderte und Kranke befinden sich häufig in einer partiellen oder totalen Isolierung, die u. a. zu starkem Misstrauen und Abwehrhaltungen anderen gegenüber führen kann. Hier ist vom Fachpersonal eine stärkere, emotional betonte Zuwendung nötig, um den für die Besserung des Allgemeinzustandes dringend notwendigen sozialen Kontakt aufrechtzuerhalten. Die Mitarbeiter setzen hier all ihre Kraft und Persönlichkeit im Umgang mit diesen Personengruppen ein.

Im täglichen Ablauf werden folgende Aufgaben von der Pflegefachkraft wahrgenommen.

  • Beobachten, Beurteilen und Dokumentieren des Gesundheitszustandes der Bewohner (z.B. Vitalzeichen, Aussehen, Ruhe- und Schlafbedürfnis, Schmerzzustand, Leistungs- und Bewegungsfähigkeit, Aktivität, Orientiertheit)
  • Beobachten, Beurteilen und Dokumentieren des Verhaltens und Befindens der Bewohner und ihrer Veränderungen gegenüber sich selbst, ihrer Umgebung im Heim, ihrer Familie, ihrer Einstellung zu Leiden und Tod sowie gegebenenfalls Einleiten geeigneter Maßnahmen
  • Informieren der Bewohner über alle sie unmittelbar betreffenden Angelegenheiten, inklusive über medizinisch- pflegerische und therapeutische Maßnahmen, soweit nicht die Kompetenz des Arztes, der Wohnbereichsleitung oder anderer Personen berührt wird
  • Die Bewohner geistig aktivieren und körperlich mobilisieren; z.B.: Motivieren zur Teilnahme an Veranstaltungen, zur Inanspruchnahme rehabilitativer Angebote, zu Bewegungsübungen und zur aktiven Beschäftigung, Fördern von Kontakten und gegenseitiger Hilfeleistung der Bewohner untereinander, Ständiges Realitätstraining bei Bewohnern mit Störungen der Orientierung, Anleiten, Ermuntern und Hilfe leisten beim Wiedererlernen und zum selbständigen Durchführen von Handlungen des täglichen Lebens,
  • Den Bewohner führen, ihn beim Gehen stützen und den Gebrauch von Gehwagen, Stock und anderen Hilfsmitteln einüben, erforderlichenfalls in Abstimmung mit den behandelnden Therapeuten;
  • Durchführen der Körperpflege und prophylaktischer Pflegemaßnahmen bzw. Hilfestellung, Betten, Umbetten und Lagern der Bewohner sowie Hilfeleistungen beim Aufstehen, An- und Auskleiden
  • Verteilen der Speisen und Hilfe leisten bei der Verabreichung der Nahrung, Überprüfen der gelieferten Speisen, Zubereiten und Verabreichen von Sondenkost, Zubereiten von Zwischenmahlzeiten, Überprüfen der Nahrungsaufnahme,
  • Hilfe leisten bei der Entleerung von Blase und Darm, einschl. Anuspraeter-Versorgung, beim Abhusten und Erbrechen und Entfernen aller Ausscheidungen, Durchführung von Blasentraining
  • Sachgemäßes Ausführen ärztlicher Verordnungen analog des internen Leistungskataloges
  • Beraten der Bewohner in Bezug auf persönliche Hygiene, auf richtige Ernährung, auf pünktliche und konkrete Einnahme von Medikamenten und der korrekten Ausführung anderer ärztlicher Verordnungen sowie in persönlichen Angelegenheiten
  • Kontakt pflegen mit den Bewohnern, bei Bedarf Erledigung persönlicher Angelegenheiten, Kontakt pflegen mit Angehörigen, Betreuern und sonstigen, den Bewohnern nahestehenden Personen
  • Benachrichtigung der Angehörigen von Schwerkranken und deren Betreuung,
  • Einleiten von Sofortmaßnahmen und Benachrichtigung des Arztes, Zusammenarbeiten mit dem seelsorgerischen und sozialen Diensten,
  • Einhalten von Hygiene- und Unfallverhütungsvorschriften
  • Versorgen verstorbener Bewohner, ggf. Mithelfen beim Einleiten von Nachlaßregelungen und bei der Betreuung von Angehörigen
  • Beachten der Schweigepflicht und des Datenschutzes
  • Umfassendes Weitergeben von Informationen bei Dienstübergabebesprechungen
  • Gewährleisten pflegenaher hauswirtschaftlicher Tätigkeiten

Aufgabenbereich der Altenpfleger unter betreuungspflegerischem Aspekt
Die Altenpflege in unseren Häusern umfasst drei Bereiche

  • Pflege
  • Betreuung
  • Beratung

Die Pflege, Betreuung und Beratung stehen an erster Stelle. Sie zeigen Verantwortlichkeit zur aktiven Gestaltung des Lebens. Sie zeigen Verantwortlichkeit für die Umsetzung ärztlicher Verordnungen bei Pflegebedürftigkeit. Alle Heimbewohner, unabhängig ihrer geistigen und seelisch Einschränkung/Erkrankung, nehmen wir ernst, üben Rücksicht und Verständnis. Wir sind Zuhörer, aber wir wollen sie nicht umerziehen. Wir achten jede Persönlichkeit mit all ihren Stärken und Schwächen. Bei unserer täglichen Arbeit stehen uns Standards zur Verfügung, die nach den neuesten gerontologischen und geriatrischen Erkenntnissen ausgearbeitet worden sind bzw. vom Haus eigenständig erstellt worden. Die Methodik der aktivierenden Pflege hilft uns, so lange wie möglich die Selbstständigkeit, d. h. die Fähigkeiten und Fertigkeiten unserer Bewohner zu erhalten.

Prophylaktische Maßnahmen wie: Dekubitusprophylaxe, Kontrakturprophylaxe, Pneumonieprophylaxe, Obstipationsprophylaxe, Parotitisprophylaxe, Thromboseprophylaxe, Sturzprophylaxe und Intertrigoprophylaxe dienen der Vorbeugung und der Verhütung von Krankheiten.

Die Altenpfleger/innen arbeiten intensiv und konstruktiv mit den anderen Berufsgruppen der Einrichtung zusammen. In täglichen Dienstberatungen erfolgt ein intensiver Erfahrungsaustausch über aktuelle bewohnerbezogene Probleme und Vorhaben in den Wohngruppen.

Aufgabenbereich der Heilerziehungspfleger im Umgang mit demenziellen Bewohnern
Der Heilerziehungspfleger/in arbeitet in der Betreuung, Förderung und Pflege von Menschen mit Behinderungen. Der zu betreuende Personenkreis umfasst Menschen mit geistigen, körperlichen, seelischen, Sinnes- und Lernbehinderungen. Die Pflege, sowie die Betreuung hat das Ziel, den Heimbewohner trotz seiner individuellen Einschränkungen, zu einem zufriedenen Leben zu verhelfen.

Hierbei sind die Aufgaben für den Heilerziehungspfleger/in: Durchführung einer bewohnerbezogenen Beschäftigung auf den Wohnbereichen, Förderung und Erhaltung der Selbstständigkeit durch Gedächtnistraining, Bewegungsübungen oder andere geeignete Maßnamen, Förderung und Erhaltung von Fähigkeiten, Beraten, Zeit haben als Gesprächspartner, Hilfe und Unterstützung der Bewohner bei der selbständigen Vorbereitung zum Essen und beim Essen, Anregung zur Entwicklung von eigenem Geschmack, Entscheidungen treffen, Förderung von sozialen Beziehungen, Unterstützung bei Veränderungen der Lebenssituation, Hilfe bei Bewegung und Fortbewegung, z. B. beim Kennenlernen der Einrichtung, bei Spaziergängen oder – Fahrten mit unserem Firmenauto. Einbeziehen von nicht im Heim lebenden Ehepartnern bei Feiern und Ausflügen, Aktives Mitarbeiten bei der Gestaltung von Veranstaltungen und Feiern, Betreuung und Pflege Kranker und Sterbender, sowie pflegerische Prophylaxe. Im Bewohner wird die Person gesehen und nicht die Krankheit und Wert auf den Erhalt der Person gelegt. Die Betreuung geht deshalb weg von einer aufgabenzentrierten Pflege und hin zu einer erlebnisorientierten Betreuung, wobei der betroffene Mensch im Mittelpunkt steht. Dazu werden verschiedene Methoden, z. B. Sinnenanregungen, basale Stimulation, Biografiearbeit, Aromatherapie, sowie musisch orientierte Konzepte eingesetzt. Diese Therapieformen sollten ja nach Tagesform des Heimbewohners abhängig, einzeln verwandt werden. Die enge Zusammenarbeit im Team (Dienstbesprechungen) sind dabei unerlässlich.

Aufgabenbereich der Ergotherapeuten
Im Pflegeheim Mihla ist ein Ergotherapeut angestellt. Auf Grund der verschiedenen Krankheitsbilder ist das Aufgabengebiet des Erotherapeuten umfangreich. Ziel ist vor allem die Erhaltung und Förderung von physischen und psychischen Fähigkeiten, Steigerung von Lebensqualität und Zufriedenheit. Um die Ziele zu erreichen, führt der Ergotherapeut Wasch-, Anzieh- und Esstraining durch. Verrichtungen des täglichen Leben sollen so lange wie möglich erhalten bleiben. Das heißt, dass der Wohnbereichsalltag in den Therapien integriert wird. Des weiteren werden Gruppentherapien angeboten mit relativ „einfachen“ Inhalten, so zum Beispiel Musik machen, Tanz, Bewegung, Gymnastik, Ballspiele. Dieses Angebot findet überwiegend in Großgruppen statt. In Kleingruppen wird überwiegend manuell gearbeitet mit verschiedenen Materialien, wie zum Beispiel Mandalas malen, jahreszeittypische Dekoration herstellen, Eier bemalen, Ostergras säen oder Weihnachtsschmuck herstellen. Bei der Arbeit mit Desorientierten gibt der Ergotherapeut Orientierungshilfen, zum Beispiel durch Kennzeichnung der Station oder durch Aufmerksammachen auf Jahreszeiten, Wochentag usw. Zu den weiteren Aufgaben des Ergotherapeuten gehört die allgemeine Aktivierung sowie spezielles Training.(z.B. Training der Grob- und Feinmotorik, Muskelkräftigung, Verbesserung der Koordination) Höhepunkte im Alltag der Heimbewohner sind Monatsgeburtstage, Feiern, Fahrten zum Seniorentanz. Einmal im Jahr wird eine Kaffeefahrt durchgeführt. Feste, wie Weihnachtsfeiern oder zum Karneval finden großen Zuspruch. Unerlässlich ist in allen Bereichen die Zusammenarbeit mit den anderen Berufsgruppen. Notwendig sind Koordination und Kommunikation. Unterstützung findet der Ergotherapeut bei den anderen Mitarbeitern in Haus.

Aufgabenbereich des Heilpädagogen in den Wohngruppen
Aufgabe des Therapiepersonals muss es sein, das Leben des Heilerziehungsbedürftigen so vollständig, erlebt, befriedigt, lebenswert und sinnerfüllt wie möglich zu gestalten. Dieses Grundanliegen muss zielbestimmend für alle Handlungen in unserer Tätigkeit sein. Um den Bedürfnissen jedes einzelnen Bewohners gerecht werden zu können, müssen Wohngruppen sehr klein gehalten werden und einen familienähnlichen Charakter aufweisen. Allerdings geht es hierbei nicht um die künstliche Schaffung eines Rollenverhaltens aller Mitarbeiter wie in einer „richtigen“ Familie, sondern um das gleichberechtigte Zusammenleben mit der Verteilung von Verantwortung und Aufgabenbereichen entsprechend der idividuellen Möglichkeiten.

Konkret lauten die anzustrebenden Ziele der Wohngruppenbetreuung:
Grundbedürfnisse erfüllen, Mündigkeit entwickeln bzw. erhalten, Selbstständigkeit entwickeln bzw. erhalten, Sittliche und soziale Normen stellen, um von der Gesellschaft akzeptiert zu werden also maximal mögliche „Normalisierung“ des Lebens der Behinderten zu schaffen.

Daraus ergeben sich folgende Aufgaben: Lebenszutrauen erschließen, Ausbildung von Lebensfertigkeiten, Vermittlung von Lebensorientierung und Bildung von Lebenshaltung Die Realisierung dieser Aufgaben zum immer besseren Erreichen der genannten Ziele ist nur in enger Zusammenarbeit zwischen Heilpädagogen/Ergotherapeuten und dem Pflegepersonal möglich.

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Transparenzbericht der Pflegekassen

 

 

Die Kosten

Die Kosten finden Sie hier als Download.

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