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Ausbildungen im Rettungsdienst

Welche verschiedenen Berufe gibt es im Rettungsdienst?
Was sind die jeweiligen Voraussetzungen, Aufgaben und Einsatzgebiete?

Hier finden Sie eine Übersicht, die Ihnen helfen soll, sich zu informieren.

Diese Übersicht stellt kein Ausbildungsangebot dar, ausgeschriebene Stellen finden sie hier.

  • Ausbildung Rettungssanitäter

    Die Ausbildung zum Rettungssanitäter besteht aus drei Abschnitten:

    1. Theoretische Schulung: 240 Stunden Vermittlung von allen notwendigen Kenntnissen und Fähigkeiten für den Rettungsdienst.
    2. Krankenhauspraktikum: 80 Stunden Praxis, Anwendung  Ihres bisherigen Wissens sowie erste Erfahrungssammlung im Umgang mit hilfsbedürftigen und kranken Menschen.
    3. Rettungswachenpraktikum: 160-stündiges Praktikum und erlangen praktischer Erfahrungen im Rettungsdienst. Dieses Praktikum kann bei entsprechender Bewerbung und Vorhandensein freier Plätze in unserem Kreisverband absolviert werden.

    Unser Ausbilderteam besteht aus Praxisanleitenden, Notfallsanitäterinnen und -sanitätern sowie Kolleginnen und Kollegen mit langjähriger Erfahrung im Rettungsdienst und einem Medizinpädagogen mit fundierten Kenntnissen in der Erwachsenenbildung. Gemeinsam bieten sie Ihnen eine praxisnahe und zeitgemäße Ausbildung, die auf dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik basiert. Wir legen besonderen Wert darauf, dass Sie von unseren kompetenten Ausbilderinnen und Ausbildern optimal auf Ihre zukünftige Tätigkeit als Rettungssanitäterin oder Rettungssanitäter vorbereitet werden.

    Bei uns können Sie sich auf eine professionelle Ausbildung zur Rettungssanitäterin oder zum Rettungssanitäter verlassen, um optimal auf Ihren Beruf vorbereitet zu sein.

  • Ausbildung Notfallsanitäter

    Der Beruf Notfallsanitäter hat den Rettungsassistenten 2014 abgelöst und ist nun die höchste nichtärztliche Qualifikation im Rettungsdienst. Im Rahmen der Notfallrettung ist der Notfallsanitäter also maßgeblich verantwortlich für die präklinische Versorgung einer verletzten oder erkrankten Person.

    Notfallsanitäter sind in der Regel die Teamleiter in der Notfallrettung. Sie führen notfallmedizinische Maßnahmen am Patienten durch, bis dieser an einen Notarzt/Arzt übergeben wird. Dazu zählt u.a. auch die Patientenbetreuung, Medikamentengabe, aber auch das Tragen der rechtlichen Verantwortung.

    Die Notfallsanitäter erhalten in ihrer Ausbildung das Handwerkszeug einer notfallmedizinischen, rettungstaktischen und sozial-kommunikativen Handlungskompetenz unter Berücksichtigung ethischer Aspekte, die sie im Notfall für die Patientensicherheit wirksam einsetzen. Das Anwenden von Algorithmen und Leitlinien wird ebenso praxisnah trainiert wie die Notfallkommunikation.

    Die Höhe der Ausbildungsvergütung wird durch die jeweilig geltenden Tarifverträge bestimmt. Für Sie entstehen für diese Form der Ausbildung keine Kosten.

    Die theoretische Ausbildung sowie die Vermittlung praktischer Grundlagen finden im Berufsschulcampus Unstrut-Hainich in Mühlhausen statt.

    Die Festigung und Erprobung des Erlernten erfolgt auf der Lehrrettungswache in Eisenach sowie in diversen Klinikpraktika.

    Inhalte der Ausbildung (Kurzfassung)

    • Anatomie und Physiologie
    • Krankheitslehre
    • Medikamentenlehre
    • Beurteilung der Lage am Einsatzort
    • Durchführung notfallmedizinischer Maßnahmen
    • Kommunikation
    • Einsatztaktik
    • Organisation und Qualitätssicherung
    • Dokumentation
    • Bewältigung besonderer Einsatzlagen

     

    Struktur der Ausbildung

    Im Rahmen der Ausbildung werden in der Schule theoretische und grundlegende praktische Kenntnisse vermittelt, die dann im Ausbildungsbetrieb (DRK Kreisverband Eisenach) und Klinikpraktika gefestigt werden.

    Die Aufteilung ist wie folgt:

    • Schule 1920 Stunden
    • Rettungswache 1960 Stunden
    • Krankenhaus 720 Stunden

     

    Im ersten Jahr auf der Rettungswache lernen die Auszubildenden grundlegende Tätigkeiten in der Dokumentation und Patientenbetreuung im Rahmen von Krankentransporten. 
    Im zweiten Ausbildungsjahr steigen die Azubis in die Notfallrettung ein und führen bereits gefestigte Maßnahmen selbstständig und andere unter Anleitung durch.
    Im dritten und letzten Jahr leiten die Auszubildenden immer mehr Einsätze und werden speziell auf die Abschlussprüfung vorbereitet.

    Voraussetzung für die Ausbildung zum Notfallsanitäter / zur Notfallsanitäterin

    Die Berufsausbildung zur Notfallsanitäterin und zum Notfallsanitäter gehört zu den Gesundheitsfachberufen und unterliegt dem Notfallsanitätergesetz (NotSanG) und der Notfallsanitäter Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (NotSan-APrV). In dieser werden auch die Zugangsvoraussetzungen vorgegeben:

    Voraussetzung für den Zugang zu einer Ausbildung zum Notfallsanitäter ist die  „gesundheitliche Eignung“ zur Ausübung des Berufs und ein mittlerer Schulabschluss oder eine andere gleichwertige abgeschlossene Berufsausbildung oder eine nach einem Hauptschulabschluss bzw. einer gleichwertigen Schulbildung erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer.

    Ein Bewerber ist dann besonders geeignet, wenn er über so wichtige Eigenschaften wie Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit, Einsatzbereitschaft und Taktgefühl verfügt. Ehrenamtliche Tätigkeiten in der Feuerwehr, beim Katastrophenschutz oder als aktiver Rettungsschwimmer stellen eine gute Basis dar.